Übers Netzwerken

9 Mrz, 2023 | Experten, News

Unsere langjährige Jobkolumnistin Sanrda Böckeler von WORKS  schreibt nach mehrfachen Wunsch in Ausgabe 13 über das „richtige” Netzwerken.

„Das Netzwerk ist die neue Rente. Der Job kann morgen weg sein, aber das Netzwerk bleibt!“ Diese Sätze las ich neulich auf Instagram und musste kurz darüber nachdenken.
Der Hype, den das Networking durch die Sozialen Medien erlangt hat, kann durchaus einschüchtern. Viele denken: Ein Netzwerk hat man oder nicht. Dann wäre das Ganze ja pure Glückssache, eine Mischung aus Zufall und Können? Oder ist es eine strategische Entscheidung? Ich wehre mich dagegen, dass man nur mit mehreren hundert Kontakten im Telefonbuch jemand ist – im Leben wie im Job.

Wie oft treffe ich in meinen Beratungen auf Menschen, die mir glaubhaft zu versichern versuchen, sie hätten überhaupt kein Netzwerk, leider, nicht so ihr Ding. In der Regel konnte ich bislang noch alle Kunden und Kundinnen davon überzeugen, dass sie sehr wohl eines haben. Sie sehen es nur meistens nicht. Aber sowas lässt sich glücklicherweise ganz leicht freilegen. Mit folgenden Fragen zum Beispiel: Was zeichnet überhaupt ein wirklich gutes Netzwerk aus, eines, das zu mir, meinen Erwartungen und zu meinen Aufgaben passt (jede und jeder darf nämlich etwas anderes darin sehen!)? Muss es groß und ausladend sein oder darf es auch persönlich und leise, fast stillschweigend daherkommen? Muss das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen stets ausgeglichen sein? Networking bedeutet nicht zwingend, dass man sich an Menschen heranmacht, mit denen man normalerweise nur ungern seine Zeit verbringen würde. Oft bringt so etwas nicht allzu viel. Und niemand muss sich zwingend stundenlang auf Veranstaltungen herumdrücken, die Spaß und Unterhaltung bei Häppchen versprechen, wenn man lieber ein Meeting unter vier Augen und digital abhalten würde. Wie immer hilft es bei solchen Fragen, genau bei sich selbst hinzuschauen: Was sind meine Ziele und Erwartungen? Und: Was kann ich eigentlich geben? Welche wertvollen Kontakte bestehen in Wahrheit längst, liegen vielleicht ein bisschen brach, könnten aber ganz einfach reaktiviert oder gar ausgebaut werden? Welche neuen Kontakte wären hilfreich, um Ziele zu erreichen und wie komme ich an diese heran? Welche Anlässe bieten sich? Wie vertiefe ich einen Kontakt, braucht es ein Follow-Up? Vor allem: Wie bleibt das Ganze authentisch? Und siehe da, auf einmal entfaltet sich ein Gebilde von Verflechtungen und es lässt sich ganz leicht überprüfen, wie belastbar und stark dieses Netz ist, an welchen Stellen es nachgibt, auffängt oder gar gefangen hält. Das kann eine richtig aufregende und bestärkende Entdeckungsreise werden, glauben Sie mir. Und die meisten, auch das meine Erfahrung, entwickeln plötzlich große Lust an der Kreativität und am Planen. Eigentlich logisch – unsere Rente überlassen wir schließlich auch nicht dem Zufall, oder?
Was ist Ihre Erfahrung mit Netzwerken? Schreiben Sie mir gerne unter info@works- munich.de.

Ihre Sandra Böckeler

PS: Auch wir denken und handeln vernetzt. NETWORKS, unser Netzwerk, ist ein Netz von wunderbaren Menschen. Manche sichtbar, andere ganz bewusst im Hintergrund und unsichtbar. Persönlichkeiten, die herausragen in dem, was sie tun, selbst neue Wege gefunden haben und sich für unsere Kunden und Kundinnen als „Rat-GeberInnen“ im besten Wortsinne verstehen.

Beitragsbild: Unsplash

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