Das Agile im (Arbeits-)Alltag …

7 Okt, 2022 | Experten

Wir sind sehr stolz, dass WORKS-Gründerin Sandra Böckeler in jedem Heft spannende Einblicke in ihre Arbeit gibt. Dieses Mal geht es um Agilität und Selbstbewusstsein im Arbeitsalltag.

Anna fand den Weg zu WORKS, als der berufliche Wiedereinstieg bevorstand. Sie ist Projektmanagerin, 43 und Mutter von zwei Kindern. Der Mann arbeitet Vollzeit in einer Führungsposition, ist folglich selten greifbar, aber steht dem Wunsch nach einem Wiedereinstieg seiner Frau positiv gegenüber. Die zwei Kinder, Sophie und Leopold, sind betreut in Kita und Hort. Im Hinblick auf ein berufliches Comeback denkt Anna, wie viele unserer Kundinnen, sie sei „vollkommen raus“. Weil sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren gedreht hat und alles „so agil“ geworden ist. Nur sie nicht. Anna sagt, sie sei weder Scrum Master noch Agile Coach und damit perspektivisch arbeitslos. Wir sagen: Sie ist Projektmanagerin, Scrum Master und Agile Coach – beruflich wie privat. Weil wir es hier immer wieder mit einem allgemeinen Irrglauben zu tun haben, möchte ich diesmal die Kolumne nutzen, um dem Schreckgespenst der Agilität den vermeintlichen Schrecken zu nehmen. Denn: Wer denkt und handelt bitte agiler als eine Mutter im komplexen Familienalltag? Pläne werden gemacht, vieles wird ausprobiert, Absprachen werden getroffen und – nicht erst seit der Pandemie – wieder verworfen. Hier ist Beweglichkeit gefordert, auch ohne agiles Manifest. Dieses besagt beispielsweise, dass Individuen wie Interaktionen wichtiger sind als Prozesse und Werkzeuge. Konkret: Wenn Annas Sohn Leopold fiebert (das Individuum!), dann kümmert sich Anna (die Interaktion!) und ändert ganz pragmatisch den Plan für den Tag. Das Reagieren auf Veränderung, so im Manifest, ist schließlich wichtiger als das Befolgen eines Plans. In Annas „Sprint Backlog“ findet sich also nun ein Playdate auf der Liste, was gar nicht durch ihren Alltag. Langfristige Vorab-Planung: nahezu unmöglich. Zielsetzung: das Glück der Familie, das es stets zu maximieren gilt. Schnelle Adaption ist der Schlüssel: vom Einkaufen in die Kita „sprinten” und nebenher noch Mails checken. Wir von WORKS sind überzeugt: In Sachen Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit an sich ständig verändernde Bedingungen ist Anna top. Sie ist in der Lage, sich mit genügend Einsatz immer weiterentwickeln zu können und verfügt so über die wichtigste Basis: den „Growth Mindset“. Dieser Stärken sollte sich Projektmanagerin Anna bewusst sein, weiter darauf aufbauen und sich das agile Alphabet für den Wiedereinstieg aneignen. Aus unserer Sicht steht Anna einer stolzen Rückkehr in den Arbeitsalltag nichts im Weg – auch als „noch-nicht-Scrum-Master“. Manchmal ist es also weniger Markenstrategie, sondern sind es die Instrumente aus der positiven Psychologie, die bei uns den kleinen Unterschied machen! So fangen wir von WORKS nicht bei den Defiziten unserer Kundinnen an, sondern fokussieren uns darauf, ihre Stärken zu finden und, ja: diese zu stärken.
Weitere Infos gibt es auf: www.works-munich.de

Aufmacherfoto: Unsplash

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